Der Vergleich mit Prosaromanen zeigt verschiedene Fassungen von Darabs Geschichte.

Persische Handschrift mit sechs Textspalten und einem liegenden Jüngling unter verziertem Spitzbogen neben einem Pferd
Darab im verfallenen Gewölbe, Großes Mongolisches Schahname, Täbris, um 1330–1340. Freer Gallery F1930.78. Anonymer Künstler; gemeinfreie Reproduktion. Freer Gallery of Art · F1930.78 · Wikimedia Commons · Public domain.

Das Findelkind

Tafazzoli beschreibt Darab als Sohn Bahmans und Homays. Mehrere Fassungen nennen Homay zugleich Bahmans Tochter und Frau; eine andere bestreitet diese Ehe. Das Kind wird mit Wertgegenständen im Kasten ausgesetzt. Das Schahname nennt den Euphrat und einen Walker als Pflegevater, andere Texte andere Flüsse oder einen Müller. Das sind Erzählvarianten, keine gesicherte Reiseroute. [1]

Gewölbe und Wiedererkennung

Im Gedicht dient Darab Rashnavad und sucht bei einem Sturm Schutz im Gewölbe. Eine rätselhafte Stimme macht auf ihn aufmerksam. Rashnavad untersucht die Aussage der Pflegeeltern und schickt Homay Bericht und Rubin. Pflege und Zeugnis sind wesentlich, nicht allein königliches Aussehen. Die Handschriftenmalerei aus Täbris um 1330–1340 deutet diese Szene mittelalterlich, nicht archäologisch. [2] [3] [4]

Alexander

Hanaway erläutert, wie Darab Nahid, die Tochter des Herrschers von Rum, heiratet und schwanger zurückschickt. Ihr Sohn Alexander und Darabs anderer Sohn Dara werden im Gedicht Halbbrüder. Das ist literarische Genealogie. Heroische Alexanderbilder bestanden neben feindlichen zoroastrischen Darstellungen. [5]

Andere Fassungen

Tarsusis Darab-nama aus dem 12. Jahrhundert erweitert die Geschichte um Reisen, Inselreiche und Tamrusiya; Buran-dokht erhält eine militärische Rolle. Es ist nicht Ferdowsis Gedicht. Auch Bighamis gleichnamiges Werk, besser Firuzshah-nama, muss unterschieden werden. Namensähnlichkeiten mit Darius beweisen keine identische historische Biografie. [1] [6]

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Ahmad Tafazzoli, “Dārā(b) I,” Encyclopaedia Iranica VII/1 (1994), pp. 1–2: genealogy, differing rivers and foster parents, and later historical attributions.
  2. Ferdowsi, Shahnameh, reign of Homay, section 4, Persian verse on Ganjoor: storm, ruined vault and Rashnavad’s inquiry. The poem, not the site’s automated summary, is used here.
  3. Ferdowsi, Shahnameh, reign of Homay, section 6, Persian verse on Ganjoor: foster parents, letter and ruby in the recognition episode.
  4. Smithsonian Institution, Freer Gallery of Art F1930.78, “Darab sleeping in the ruined vault,” Tabriz, approximately 1330–1340. Image reproduction from Wikimedia Commons.
  5. William L. Hanaway, “Eskandar-nāma,” Encyclopaedia Iranica VIII/6 (1998), pp. 609–612: Alexander’s genealogy and contrasting literary traditions.
  6. William L. Hanaway, “Dārāb-nāma,” Encyclopaedia Iranica VII/1 (1994), pp. 8–9: Tarsusi’s prose romance and distinction from Bighami’s work.