Fadl, auch Fadlun III. oder IV., gewann Ani in den 1120er Jahren zurück. Die Quellen verbinden seine kurze Herrschaft mit städtischen Verhandlungen und dem Kathedralstreit.

Schwarzweißfoto von Ani 1879: Kathedrale von Südwesten mit hohen Blendarkaden, runden Giebelfenstern, Dachschäden und Schutt
Ani-Kathedrale, Ohannes Kurkdjian, 1879. Das armenische Bauwerk ist über ein Jahrhundert älter als Fadls Herrschaft; kein Bild der Ereignisse der 1120er Jahre. Ohannes Kurkdjian, 1879 · Wikimedia Commons · Public domain.

Name und Datum

Fadl war Sohn Abu’l-Aswar Schavurs II. Die Zählung III oder IV hängt von früheren namensgleichen Herrschern ab. Nach Davids IV. Einnahme Anis 1124 kehrte Fadl zurück. Minorskys ungefähre Überschrift 1125–1130 muss mit seiner Fußnote und Peacocks Datierung der Rückgewinnung auf 1126 gelesen werden. [1] [2]

Stadt und Kathedrale

Vardans armenische Chronik berichtet von Bitten an Abulet und die Stadtältesten. Sie lobt zunächst Fadls Sorge für die Stadt, schildert später aber einen Konflikt um Schlüssel und Kreuz der Kathedrale. Die übernatürliche Bestrafung ist eine religiöse Deutung des Chronisten, keine medizinische Diagnose. Minorsky betont anfängliche Zusagen. [1] [3]

Ende um 1130

Vardan datiert Qurtis Besetzung Dvins auf 1130. Fadl sei verwundet und danach von ungenannten Verrätern erdrosselt worden. Es folgten laut ihm die Brüder Khushsher und Mahmud. Fakhr al-Din Schaddad gehört erst zu Mahmuds Söhnen; er war nicht Fadls direkter Nachfolger. [2] [6]

Ein älteres Bauwerk

Maranci nennt Smbat, Katranide und Architekt Trdat für den Bau von 989–1001. Kurkdjians Foto von 1879 zeigt die spätere Bausubstanz. Es belegt weder Fadls Bauherrschaft noch den Zeitpunkt jedes Schadens. Seine Regierung war eine Rückkehr nach Ani, nicht dauerhaftes Regieren ohne diese Stadt. [2] [4] [5]

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Vladimir Minorsky, Studies in Caucasian History (Taylor’s Foreign Press, 1953), pp. 83–87, especially p. 84 note 4 and p. 85 note 1: numbering, recovery of Ani, dating, promises and succession. Digitised by the Kurdish Institute of Paris.
  2. Andrew Peacock, “Shaddadids,” Encyclopaedia Iranica (2000; updated 2013), section II: Ani branch, 1126 recovery, limits of Vardan’s territorial claims and the succession of Mahmud’s sons.
  3. Vardan Areweltsi, Compilation of History, Robert Bedrosian translation, sections 68–69: David’s capture, Fadl’s return, city elders and cathedral dispute. Medieval narrative translated from the Venice 1862 text; mirrored by Attalus.
  4. Christina Maranci, “Ani Cathedral,” Courtauld Institute of Art, Crossing Frontiers: Armenian patrons, architect Trdat, 989–1001 construction and analysis of the surviving architecture.
  5. Ohannes Kurkdjian, “N°22 The cathedral, an exterior view seen from the southwest,” 1879; Wikimedia Commons, public domain.
  6. Vardan Areweltsi, Compilation of History, Robert Bedrosian translation, section 71: Dvin, the 1130 wound/death narrative and succession of Khushsher and Mahmud; mirrored by Attalus.