Fünf Herrscherhäuser kämpften um Städte, Festungen und Nachfolge; Bündnisse und Abhängigkeit veränderten sich.

Zagros: Nachfolge und Unterordnung
Adud al-Dawla setzte Badr 979 bei Kermanschah als Vertreter ein. [1] 1006 griffen Badr und sein Mazyadiden-Verbündeter den Annaziden Abu al-Fath an. Dieser floh nach Bagdad und akzeptierte hasanwayhidische Oberherrschaft. [2] Später stritten Abu al-Schawk und seine Brüder um eigene Herrschaftsgebiete. Ibrahim Yinals Vormarsch 1045 traf diese geteilte Ordnung; Familienmitglieder suchten selbst seldschukische Hilfe. Tughril bestätigte 1050 nach Unterwerfung bestimmte Gebiete. [3]
Aserbaidschan und Diyar Bakr
Wahsudan schützte zunächst Oghusen und verband sich durch Heirat mit ihnen. Spätere Überfälle führten zum Bruch; 1040–41 ließ er Anführer bei einem Bankett töten. 1054–55 erkannte er Tughril an, zahlte Tribut und stellte einen Sohn als Geisel. [4] Der Marwanide Nasr al-Dawla nannte Tughril bereits 1049 im Freitagsgebet. Erst 1085 eroberte das von Ibn Jahir geführte Heer Amid und Mayyafariqin. [5]
Gandscha und Ani unterscheiden
Zur Belagerung von Schamkur um 990 widersprechen sich die Berichte über Sieg oder Unterwerfung. Gandschas schaddadidische Linie endete 1075; Ani blieb länger unter wechselnden Oberherren, ergab sich 1124 König David und kehrte 1126 zu einem Schaddadiden zurück. [6] Die Torinschrift von 1063 nennt Herrscher, Richter und Handwerker. [7] Sie ergänzt Chroniken durch ein bestimmtes, datiertes Herrschaftszeugnis.
Quellen und weiterführende Literatur
- Johann Christoph Bürgel and Roy Mottahedeh, Adud al-Dawla, Encyclopaedia Iranica III/3 (1988), pp. 265–269; Badr’s appointment near Kermanshah in 979.
- Kamal Mazhar Ahmad, Annazids, Encyclopaedia Iranica II/1 (1985), pp. 97–98; 1006 treaty, divided rule and Seljuk intervention.
- Abdülkerim Özaydın, Annâzîler, TDV İslâm Ansiklopedisi 3 (1991), pp. 215–216; family divisions, 1045–1050 campaigns and settlements.
- Andrew Peacock, Rawwadids, Encyclopaedia Iranica (2017); Kurdish connections, Wahsudan’s Oghuz alliances and conflicts, and submission to Tughril.
- Abdürrahim Tufantoz, Mervânîler, TDV İslâm Ansiklopedisi 29 (2004), pp. 230–232; diplomacy, succession and conquest of Amid and Mayyafariqin.
- Andrew Peacock, Shaddadids, Encyclopaedia Iranica (2000; updated 2013); conflicting chronicles and the different histories of Ganja and Ani.
- Sheila S. Blair, Ebrahim ibn Uthman, Encyclopaedia Iranica VIII/1 (1997), p. 66; scholarly reading of the Ganja gate inscription.
- BRUTE, Ganja gate leaf at Gelati, 16 August 2010, Wikimedia Commons; CC BY 2.0 photograph.