Marzuban war ein Sohn Muhammads ibn Shaddad und früher Herrscher der kurdischen Schaddadiden. Sein Bruder Fadl tötete ihn und übernahm 985 die Macht.

Ganja und die Familie
Muhammad ibn Shaddad begründete seine Macht im zehnten Jahrhundert in Dvin. Seine Söhne errichteten später eine Basis in Ganja. Peacock bezeichnet die Dynastie als kurdischen Ursprungs und datiert Marzubans Nachfolge auf seinen Bruder Lashkari auf 978. [1] Die Stadt lag an einem Nebenfluss der Kura und der Route Barda‘a–Tiflis; mittelalterliche Berichte nennen Wollstoffe. [2]
Umstrittene Nachfolge
Lashkari hatte Fadl als Nachfolger gewünscht. Minorskys übersetzte Chronik beschreibt jedoch Unterstützung von Heer und Untertanen für Marzuban. Die Mutter bevorzugte Fadl; Marzuban suchte ihre Zustimmung. [3] Bezer berichtet von einer Niederlage gegen den Schirwanschah und dem Verlust Barda‘as 982–983, die sein Ansehen schwächten. [4]
Tod während der Jagd
Nach der Chronik griff Fadl seinen Bruder während einer Jagd an, als dessen Begleiter sich verteilt hatten. Anschließend sicherte er die Stadt und ließ Marzubans Sohn Shirvin festnehmen. Seine Machtübernahme wird auf 375 AH, entsprechend 985, datiert. [3]
Name und Überlieferung
Yazıcı erklärt Marzuban als iranischen Ausdruck für Grenzwächter, der Titel und Personenname sein konnte. [5] Ein bestimmtes Grenzamt dieses Herrschers folgt daraus nicht. Die Dynastiegeschichte ist durch Müneccimbaşıs spätere Auszüge einer verlorenen Lokalchronik erhalten. Peacock mahnt Vorsicht bei der Chronologie. [1] Minorsky vergleicht armenische Berichte und erkennt vertauschte Brüdernamen. [3]
Quellen und weiterführende Literatur
- Andrew Peacock, Shaddadids, Encyclopaedia Iranica (2000; updated 2013); early Ganja rulers and limitations of the sources.
- C. Edmund Bosworth, Ganja, Encyclopaedia Iranica (2000; updated 2013); location, routes and medieval textile production.
- Vladimir Minorsky, Studies in Caucasian History (1953), especially pp. 16 and 37–40; translated chronicle and comparison with Armenian accounts. Scan: Kurdish Institute of Paris.
- Gülay Öğün Bezer, Şeddâdîler, TDV İslâm Ansiklopedisi (2010); succession and defeat in 982–983.
- Tahsin Yazıcı, Merzübân, TDV İslâm Ansiklopedisi (2004); the title and personal name.