Rudabas Verbindung mit Zal führt im Epos zu einer Krise zwischen Familien und Herrschern, die Sindukht durch Verhandlungen entschärft.

Abstammung und Unterschiede
Ferdowsi stellt Mehrab als Herrscher Kabuls, Nachkommen Zahhaks und Tributpflichtigen Sams vor. Zal bewundert ihn, lehnt zunächst aber wegen religiöser Unterschiede eine Einladung ab. Die Beschreibung von Mehrabs Tochter Rudaba weckt seine Liebe vor der ersten Begegnung. Abstammung und Religion bilden erzählerische Hindernisse; das legendäre Kabul belegt keine moderne ethnische Zuordnung. [1]
Das nächtliche Treffen
Rudaba bietet ihre herabgelassenen Haare zum Hinaufklettern an. Zal will ihr keine Schmerzen zufügen und verwendet stattdessen ein Seil, das er über die Zinne wirft. Gemeinsam bedenken sie Sams und Manuchehrs Widerstand und versprechen Treue. Das Haar wird angeboten, tatsächlich benutzt wird ein Seil. Rudaba entscheidet und spricht selbst. [2]
Sindukht verhandelt
Als Mehrab seine Familie bedroht, schlägt Sindukht eine Gesandtschaft zu Sam mit Geschenken vor. Zunächst sichert sie Rudabas Schutz. Vor Sam fragt sie nach der Schuld der unschuldigen Einwohner Kabuls. Erst nach einer Sicherheitszusage offenbart sie ihre Identität. Sam würdigt ihre Klugheit, verspricht Schutz und stimmt der Verbindung zu. Mutter und Diplomatin verteidigt sie Tochter und Stadt. [3] [4]
Geburt und Bildüberlieferung
Zal ruft den Simurgh durch Verbrennen einer Feder. Der Vogel beschreibt die Entbindung des großen Kindes durch einen kundigen Helfer mittels Schnitt. Es folgen Rudabas Genesung, Rostams Namensgebung und ein Seidenbildnis für Sam. Das ist eine außergewöhnliche epische Geburt, kein historischer Erstnachweis einer Operation. Ein um 1525 in Täbris entstandenes, Qadimi zugeschriebenes Blatt deutet das Treffen bildlich; es befindet sich im Metropolitan Museum. [5] [6] [7]
Quellen und weiterführende Literatur
- Ferdowsi, Shahnameh, Manuchehr, section 4; Mehrab, his descent, Zal’s visit and the description of Rudaba. Persian verse on Ganjoor.
- Ferdowsi, Shahnameh, Manuchehr, section 9; the night meeting, offered hair, rope and mutual vows. Persian verse on Ganjoor.
- Ferdowsi, Shahnameh, Manuchehr, section 16; Mehrab’s threat and Sindukht’s preparations and protective promise. Persian verse on Ganjoor.
- Ferdowsi, Shahnameh, Manuchehr, section 17; Sindukht’s embassy, appeal for Kabul and agreement with Sam. Persian verse on Ganjoor.
- Ferdowsi, Shahnameh, Manuchehr, section 25; Rudaba’s suffering and the Simurgh’s instructions. Persian verse on Ganjoor.
- Ferdowsi, Shahnameh, Manuchehr, section 26; Rostam’s birth, Rudaba’s recovery and the silk likeness sent to Sam. Persian verse on Ganjoor.
- Metropolitan Museum of Art, Rudaba Makes a Ladder of Her Tresses, folio 72v, about 1525, attributed to Qadimi; 1970.301.7. Object catalogue and public-domain image.