Güneys Laufbahn umfasst Schauspiel, Literatur, gesellschaftskritisches Kino, Haft und Exil. Festivalangaben verdeutlichen seine Zusammenarbeit mit Şerif Gören bei Yol.

Tor und gepflasterter Weg zum Yılmaz-Güney-Garten in Paris, mit Namenstafel, Rasen und kahlen Bäumen zwischen Wohnhäusern
Eingang zum Pariser Güney-Garten, fotografiert von VVVCFFrance am 20. Februar 2019. Die Stadt nennt 2017 als Entstehungsjahr. Späteres Gedenken, kein Filmort oder Porträt. [7] [8] Photo: VVVCFFrance, 20 February 2019, CC BY-SA 4.0.

Schauspiel und Literatur

Yılmaz Pütün wurde am 1. April 1937 bei Adana geboren; OFPRA nennt seinen kurdischen Familienhintergrund. [1] TEİS dokumentiert Yenice als Geburtsdorf, seine Erzählungen, die Arbeit mit Atıf Yılmaz und den Roman Boynu Bükük Öldüler. [2] Umut (1970) folgt einem Kutscher auf der Suche nach einem Ausweg aus Armut; das Quinzaine-Archiv verzeichnet die Auswahl 1971. [3] SALT nennt Şerif Gören als Regisseur von Endişe und Zeki Ökten von Sürü, Güney als Autor beider Filme. [4]

Unterschiedliche Haftgründe

TEİS nennt die Verurteilung 1961 wegen politischer Propaganda in einer Erzählung, Haft 1972–74 und Freilassung durch Amnestie. Separat verzeichnet es die Festnahme 1974 wegen der Tötung von Richter Sefa Mutlu und die anschließende Verurteilung. [2] Diese Vorgänge haben unterschiedliche rechtliche Zusammenhänge. Nicht jede Haft darf als Strafe für kurdische Identität oder Filmarbeit dargestellt werden.

Zusammenarbeit bei Yol

Cannes führt Gören und Güney als Regisseure, Güney für Drehbuch und Dialog sowie die geteilte Goldene Palme 1982 auf. [5] Donat Keusch schilderte Charlotte Pavard 2017 detaillierte Drehbücher, Anweisungen aus der Haft, Flucht und den Weg nach Cannes. [6] Görens Regiearbeit bleibt Bestandteil dieser Geschichte. Güney war vor der Auszeichnung aus dem Gefängnis geflohen.

Exil und Erinnerung

OFPRA dokumentiert seine Ankunft in Marseille am 15. Oktober 1981 und die Anerkennung als Flüchtling. In Frankreich arbeitete er am Schnitt von Yol und drehte Duvar über inhaftierte Kinder. Er starb am 9. September 1984. [1] Der Pariser Garten entstand 2017; das Foto von 2019 zeigt seinen Eingang. [7] [8]

Quellen und weiterführende Literatur

  1. OFPRA, Yilmaz Güney, cinéaste, acteur et romancier: biographical record, refugee recognition, French period and death.
  2. Burcu Yılmaz Çebin, Yılmaz Güney, Türk Edebiyatı İsimler Sözlüğü, 23 December 2019, updated 20 December 2020; biography and literary works.
  3. Quinzaine des cinéastes / Directors’ Fortnight, Umut: official 1971 selection, synopsis and credits.
  4. SALT, Scared of Murals: Cinema Evenings, March 2013; Endişe and Sürü screening credits.
  5. Festival de Cannes, Yol (1982): official directing, writing and award credits.
  6. Charlotte Pavard, Yol: The Full Version, Cannes Classics, 19 May 2017; producer Donat F. Keusch’s recollection of production and escape.
  7. Mairie du 10e, Les squares et jardins du 10e, updated 24 June 2026; Jardin Yılmaz Güney, created 2017.
  8. VVVCFFrance, entrance to Jardin Yılmaz Güney, Paris, 20 February 2019; own photograph, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.