Ein kurzer Eintrag überliefert Kurums Namen, seine Stellung in der Folge und unterschiedliche Regierungsdauern.

Hohes braunes Tonprisma mit zwei Keilschriftspalten, auf transparenter Stütze in einer Vitrine des Ashmolean Museums
Weld-Blundell-Prisma AN1923.444, um 1800 v. Chr.; Gts-tg, 15. März 2017. Späterer Zeuge der Königsliste, kein von Kurum beauftragtes Objekt. © Gts-tg · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0.

Name und Varianten

Oxfords Textkorpus setzt Kurum nach Yarla und vor Apil-kin. Die Hauptlesung gibt ein Regierungsjahr, Handschrift Mi drei; L1+N1 hat an der Namensstelle eine Lücke. Zwischen Kurum und Irarum stehen in dieser Zusammenstellung Apil-kin und La-erabum. Der Text nennt weder Familie noch Hauptstadt oder Bauvorhaben. [1]

Objekt und Chronologie

Das Ashmolean datiert das vierseitige Tonprisma auf etwa 1800 v. Chr. und vermutet Larsa als Herkunft. Jede Seite enthält zwei sumerische Keilschriftspalten. Die Liste verbindet legendäre und historische Angaben und legitimiert spätere Herrschaft durch die Weitergabe des Königtums. [2] Gutäische Dynastiesummen variieren; manche Herrscher könnten gleichzeitig an verschiedenen Orten regiert haben. Der Eintrag liefert daher keinen gesicherten Herrschaftsbeginn 2121 v. Chr. [3]

Regionalgeschichte und Abstammung

Van De Mieroop erklärt Gutium als wandelbare Bezeichnung für unterschiedliche Regionen und Gruppen. Die Sprache ist vor allem durch Personennamen bekannt. [3] Das verbindet Kurum mit der alten Geschichte von Zagros und Mesopotamien, belegt jedoch weder kurdische Sprache noch direkte Abstammung heutiger Kurden. Seine historisch prüfbare Spur bleibt der Name innerhalb dieser Textüberlieferung.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford, The Sumerian King List, composition 2.1.1, lines 308–334; Kurum, neighbouring names and manuscript variants.
  2. Ashmolean Museum, Sumerian King List, AN1923.444; object, probable Larsa origin, date about 1800 BCE and the composition’s political interpretation.
  3. Marc Van De Mieroop, Gutians, Encyclopaedia Iranica XI/4 (2002), pp.408–410, updated 2013; dynastic chronology, changing geographical terminology and limited linguistic evidence.