Studien beschreiben Perle, göttliche Manifestation und Weltentstehung. Zugeordnete Berichte bewahren Unterschiede zwischen Schöpfungserzählung und späteren Zyklen.

Modernes dreiteiliges Pfeildiagramm: Perle; sieben Punkte unter verbundenen Ringen für Bund und Opfer; Welt mit Land und fließendem Wasser
Eigene Grafik,2026, nach Kreyenbroek:1 Perle;2 Sieben, Bund und Opfer;3 bewegte Welt. Moderne Erklärungssymbole, keine überlieferte yarsanische Ikonografie oder Darstellung sämtlicher Fassungen. [2] Original diagram by Kurdish History Editorial Team, 2026. SVG source.

Die Art der Quelle

Kreyenbroek beschreibt 2022 das yarsanische Erbe als überwiegend mündlich überliefert, in jüngeren Jahrzehnten teilweise verschriftlicht. Er nennt Westiran, Nordirak und den dortigen Namen Kāka’i. [4] Schöpfungsberichte sollten einer bestimmten Veröffentlichung oder Überlieferung zugeordnet werden.

Perle und Weltentstehung

Mir-Hosseini beschreibt 1994 die göttliche Essenz in einer Perle, diese in einer Muschel und die Muschel im Ozean. Schöpfung gehört zum ersten Zyklus mit Khavandgar als Schöpfermanifestation. [1] Kreyenbroek beschreibt 2015 eine Perle mit den Weltelementen, die Berufung der Sieben und den Bund mit ihrem Führer. Seine Yarsan-Skizze enthält Feuer und Stieropfer vor dem Aufbrechen der Perle; Bewegung und Wasser beginnen, die Welt wird den Sieben anvertraut. [2] Die Grafik erklärt diese Abfolge, ohne alle Unterschiede aufzulösen.

Spätere Zyklen

Halm beschreibt sieben aufeinanderfolgende Manifestationen; zuerst Khavandgar, Ali, Shah Khoshin und Sultan Sahak. Über die übrigen drei bestehen ausdrücklich Unterschiede. [3] Mir-Hosseini trennt ebenfalls erste Schöpfung und spätere Manifestationen. [1] Weltbeginn, Manifestationsliste und heilige Gruppe sind verbundene, aber unterschiedliche Fragen.

Grenzen des Vergleichs

Kreyenbroek vergleicht yarsanische und jesidische Berichte mit älteren iranischen Traditionen und benennt Unterschiede bei Feuer und Opfer. [2] Halm deutet andere Elemente in schiitisch-esoterischen Zusammenhängen. [3] Das sind Forschungsansätze; ähnliche Bilder beweisen weder ein genaues Alter noch einen unveränderten vorzarathustrischen Text und machen die Religionen nicht austauschbar.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Ziba Mir-Hosseini, Redefining the Truth: Ahl-i Haqq and the Islamic Republic of Iran, British Journal of Middle Eastern Studies 21/2 (1994), 211–228, especially 218–219; author-hosted text.
  2. Philip G. Kreyenbroek, The Yezidi and Yarsan Traditions, The Wiley Blackwell Companion to Zoroastrianism (2015), 499–504, especially 502; author-uploaded chapter.
  3. Heinz Halm, Ahl-e Ḥaqq, Encyclopaedia Iranica I/6 (1984), 635–637, updated 6 June 2018; cycles and differing lists.
  4. Philip G. Kreyenbroek, The Religious Textual Heritage of the Yārsān (Ahl-e Haqq), Oral Tradition 35/2 (2022), 331–340; opening discussion of communities and oral/written heritage.