Dinawaris erhaltene Werke verbinden Pflanzenwissen, arabischen Wortschatz und Geschichte. Handschriften und spätere Zitate zeigen Reichtum und Überlieferungslücken.

Eine lückenhafte Biografie
Dinawari arbeitete über arabische Philologie, Astronomie, Mathematik und Geschichte. Pellat verortet ihn in Dinawar und irakischen Städten und nennt 894–903 als überlieferten Todeszeitraum. [1] Hamidullah bevorzugt unter mehreren Daten 895 und betont die geringe Informationsmenge. [3] Exaktes Geburtsdatum und Reiserouten verlangen Vorsicht. Pellat nennt persische Herkunft; ein Ortsname allein legt keine moderne ethnische Identität fest. [1]
Namen und Wissen
Lewin betont den lexikografischen Zweck des Pflanzenbuchs: Namen, richtige Formen und arabische Gebrauchskontexte. Frühere Schriften, Dichtung, Beduinenwissen und eigene Beobachtungen fließen ein. Er unterscheidet Sachkapitel vom alphabetischen Wörterbuch. [2] Das Werk verbindet Sprachgeschichte und Pflanzenwissen.
Alltagsleben
Lewins Untersuchung der Yale-Handschrift behandelt Weiden, Tiere, Heuschrecken, Trüffeln, Baumausscheidungen, Gerben, Feuermachen, Farbstoffe und Duftstoffe. Spätere Lexikografen kürzten oder übergingen manche Handwerks- und Alltagsdetails. [2] Hamidullah behandelt Boden, Regen, Wasser, Wachstum sowie Nahrungs- und Arzneiverwendungen. [3] Diese sind Zeugnisse historischen Wissens.
Handschrift und Rekonstruktion
Hamidullah unterscheidet die erhaltenen dritten und fünften Teile von späteren Zitaten. Lewin veröffentlichte 1953 und 1974 Textmaterial; Hamidullah rekonstruierte 1973 den Abschnitt sin–ya aus Zitaten. Die Zahl 637 bezeichnet dessen Einträge, nicht sämtliche Pflanzen des erhaltenen Werks. [3] Ausgabe und Abschnitt sollten bei Zitaten genannt werden.
Geschichte und Abbildung
Al-Akhbar al-Tiwal betont iranische Angelegenheiten vor und nach dem Islam. Pellat nennt Guirgass’ Ausgabe von 1888 und späteres Material Krachkovskys. [1] Das Titelblatt zeigt Dinawari, Herausgeber, Leiden, Brill und 1888. [4] Die Abbildung gehört nicht zum Pflanzenbuch.
Quellen und weiterführende Literatur
- Charles Pellat, “Dīnavarī, Abū Ḥanīfa Aḥmad,” Encyclopædia Iranica VII/4 (1995), p. 417, updated 2013; biography and works.
- Bernhard Lewin, “The Third Part of the Kitāb an-Nabāt of Abū Ḥanīfa ad-Dīnawarī,” Orientalia Suecana 9 (1960), pp. 131–135; author’s manuscript study.
- Muhammed Hamidullah, “Dîneverî, Ebû Hanîfe,” TDV İslâm Ansiklopedisi 9 (1994), pp. 356–358; editor’s account of manuscripts, reconstruction and editions.
- Al-Dinawari, al-Akhbar al-Tiwal, edited by Vladimir Guirgass, Leiden: Brill, 1888; title page viewed, University of Toronto scan, Internet Archive, public-domain record.