Familienfürstentümer verbanden Ägypten und Syrien; Eroberung, Verträge, Bildung und überdauernde Seitenlinien prägen die Geschichte.

Steinfassade und hoher verzierter Minarettturm der Salihiyya-Madrasa in Kairo, darunter Marktüberdachungen
Salihiyya-Madrasa, Kairo. Foto: R Prazeres,11.Juni 2019, CC BY-SA 4.0. Die Schule entstand in den 1240er Jahren. [5] [7] Photo: R Prazeres / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0.

Herkunft und Name

Die Dynastie hieß nach Ayyub, Saladins Vater. Humphreys beschreibt den kurdischen Hintergrund, Verbindungen mit Dvin und den anschließenden Militärdienst in Nordmesopotamien und Syrien. Die Familie gehörte einer etablierten militärischen Elite an. [1] Ihre Herkunft ist zusammen mit der Vielfalt der beherrschten Gesellschaften zu betrachten.

Vom Wesir zum Herrscher

Saladin wurde 1169 nach Schirkuh Wesir.1171 endete das fatimidische Kalifat; im öffentlichen Gebet wurde der Abbasidenkalif genannt. Nach Nur ad-Dins Tod 1174 erweiterte Saladin seine Macht in Syrien; Aleppo folgte 1183. [2] Ein Kalifenwechsel veränderte nicht schlagartig die Religion der Bevölkerung. Keleş zeigt die Übernahme und Anpassung fatimidischer und zengidischer Institutionen. [3]

Das Familiennetz

Kairo, Damaskus, Aleppo und weitere Zentren waren durch Verwandte mit eigenen Gebieten und Mitteln verbunden. Humphreys nennt dies eine Familienkonföderation. [1] Nach Saladins Tod 1193 konkurrierten seine Söhne und sein Bruder al-Adil; bis 1200 wurde al-Adil zum dominierenden Herrscher. [2] Grenzen und Kontrolle blieben keineswegs unverändert.

Eroberung und Vertrag

Auf Hattin 1187 folgte die Einnahme Jerusalems. Der Libellus beschreibt die Übergabe am 2.Oktober und Lösegeldbedingungen mit unterschiedlichen Folgen für Zahlungsfähige und Arme. [4] Nicht alle konnten bedingungslos gehen.1229 überließ al-Kamil Jerusalem durch einen Vertrag mit FriedrichII.den Franken. [2] Diplomatie gehörte ebenfalls zur Herrschaft.

Bildung und Kunst

Die Metropolitan-Studie behandelt Silbertauschierung, Keramik, Glas und Architektur. Auch Rabia Khatun und Schadschar ad-Durr werden als Bauherrinnen sichtbar. [6] Torky datiert Kairos Salihiyya auf 1243: vier sunnitische Rechtsschulen, zwei Hofeinheiten, Unterrichtsiwane, gemeinsamer Zugang und erhaltenes Minarett. [5] Das Bauwerk macht die räumliche Organisation einer Lehrinstitution anschaulich.

Mehrere Endpunkte

Ägypten ging 1250 an die Mamluken;1260 beendeten die Mongolen die wichtigsten ayyubidischen Positionen in Aleppo und Damaskus. [2] Hama bestand ins 14.Jahrhundert, Hasankeyf bis 1462. [1] Die Geschichte aller Zweige lässt sich nicht auf ein einziges Untergangsjahr reduzieren.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. R. Stephen Humphreys, Ayyubids, Encyclopaedia Iranica III/2 (1987): family origins, confederation and surviving branches.
  2. Ramazan Şeşen, Eyyûbîler, TDV İslâm Ansiklopedisi (1995), political history: Egypt, Syria, succession and diplomatic agreements.
  3. Mahmut Recep Keleş, Eyyûbîlerde Askerî Teşkilât, Ortaçağ Araştırmaları Dergisi 5/1 (2022), pp. 20–28: inherited institutions.
  4. Libellus de expugnatione Terrae Sanctae per Saladinum, primary account of Jerusalem in 1187; James A. Brundage translation, Fordham Internet Medieval Sourcebook.
  5. Tarek Torky, Madrasa of al-Salih Najm al-Din Ayyub, Discover Islamic Art, Museum With No Frontiers: date, teaching plan and surviving architecture.
  6. Suzan Yalman, based on original work by Linda Komaroff, The Art of the Ayyubid Period, Metropolitan Museum of Art (2001).
  7. R Prazeres, Madrasa of al-Salih Ayyub, Cairo, 11 June 2019, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.