Feldstudien erklären die gestuften Häuser und die Folgen von Tourismus und Neubauten.

Stein- und Backsteinfassade in Hajij mit hohen türkisfarbenen Bogenfenstern, Türen und gepflastertem Durchgang
Fassade in Hajij, Mehrdad Mokhtarizadeh, 21. März 2018. Das Foto datiert weder das Gebäude noch steht es für alle Dorfhäuser. © Mehrdad Mokhtarizadeh · 21 March 2018 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0.

Hang und Welterbe

Rezaee und Kollegen untersuchen Hajij im Kreis Paveh und unterscheiden drei Arten der Einpassung älterer Häuser in den Hang. Geländeform, Neigung und Untergrund beeinflussen Grundriss und Bauform; touristische Neubauten können diesen Mustern widersprechen. [1] UNESCOs 2021 eingetragene Kulturlandschaft Hawraman/Uramanat hat definierte Teilgebiete. Die Eintragung ist keine eigene Welterbelistung jedes Dorfes der weiteren Region. [2]

Privatsphäre und Talgeschichte

Die zweite Architekturstudie erklärt das Zusammenspiel von Dächern als Außenflächen, Raumfolge und schmalen Fenstern mit hohen Brüstungen. Außenblick und häusliche Privatsphäre werden gemeinsam organisiert. [3] Biglari und Shidrang beschreiben die durch den Darian-Dammbau 2009–2015 ausgelöste Rettungsarchäologie: etwa neunzig Fundstellen oder Verdachtsstellen, sechzehn untersucht oder ausgegraben. Das betrifft das größere Sirwan-Projektgebiet und datiert nicht die Gründung des heutigen Dorfes. [4]

Tourismus und Fotografie

Torbi Panah und Azmi berichten 2020 über positive Bewertungen der Dorferneuerung und Beschäftigungseffekte, zugleich über Umweltbelastung und Verschmutzung. Diese Ergebnisse ersetzen keine Untersuchung heutiger Verhältnisse. [5] Das Foto von 2018 dokumentiert eine einzelne Fassade mit türkisfarbenen Fenstern und Türen, kein unverändert mittelalterliches Dorf. [6]

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Masoud Rezaee, Karen Fatahi, Saeed Moradi and Behzad Vasiq, The Influence of the Land on the Form and Plan of Buildings in the Old Buildings of the Hajij Village, Manzar 16/69 (2024); authors’ research abstract reproduced by Magiran, DOI 10.22034/manzar.2024.460158.2290.
  2. UNESCO World Heritage Centre, Cultural Landscape of Hawraman/Uramanat, inscribed 2021; property description and Outstanding Universal Value.
  3. Masoud Rezaee, Karen Fatahi, Saeed Moradi and Behzad Vasiq, The Role of Privacy and View Angle in the Formation of Spatial Structure of Native House Architecture in Hajij Village, Iranian Architectural Studies 13/26 (1403 SH/2025), pp. 105–125; DOI 10.22052/jias.2025.256029.1353.
  4. Fereidoun Biglari and Sonia Shidrang, Rescuing the Paleolithic Heritage of Hawraman, Kurdistan, Iranian Zagros, Near Eastern Archaeology 82/4 (2019), pp. 226–235; author-uploaded text, DOI 10.1086/706536.
  5. Peyman Torbi Panah and Aeizh Azmi, Studying the Rehabilitation of Valuable Rural Texture and its Effect on the Development of Tourism: Hajij Village, Journal of Research and Rural Planning (2020); publisher-supplied abstract in FAO AGRIS.
  6. Mehrdad Mokhtarizadeh, Hajij façade, 21 March 2018, Wikimedia Commons; CC BY-SA 4.0.