Einleitung

Alqosh (syrisch: Alqôsh) ist eine alte Stadt vor den Bergen am Nordrand der Ninive-Ebene, im Land zwischen Mosul und dem Hochland Irakisch-Kurdistans. Als eines der ältesten Zentren des assyrischen Christentums ist sie für das große, in die Felswände über ihr gehauene Kloster bekannt, für das Grab, das traditionell dem Propheten Nahum zugeschrieben wird, und für ihre lange Rolle als Kerngebiet syrischer Sprache und Glaubenstradition. Sie bewahrt ein tief verwurzeltes Erbe im reichen Geflecht der Völker dieser Region.

Eine Stadt der Klöster, Handschriften und alten Glaubenstraditionen unterhalb der Berge: Alqosh ist ein Schatz der Ninive-Ebene. Dieser Beitrag betrachtet die Stadt, ihr Erbe und ihre Menschen.

Wichtige Erkenntnisse

• Alqosh ist eine alte assyrisch-christliche Stadt am Nordrand der Ninive-Ebene im Irak.

• Sie liegt am Fuß der Berge zwischen Mosul und Irakisch-Kurdistan.

• Bekannt ist sie für das Kloster Rabban Hormizd in den Felswänden über der Stadt.

• In ihr liegt ein Grab, das traditionell als Grab des Propheten Nahum verehrt wird.

• Alqosh ist seit Langem ein Zentrum der syrischen Sprache und des christlichen Glaubens.

Kurzüberblick

Bezeichnung: Alqosh (Alqôsh)

Land / Region: Irak (Ninive-Ebene)

Lage: Am Fuß der Berge

Bevölkerung: Historisch assyrisch / chaldäisch christlich

Sprache: Ein Kerngebiet des Syrischen (Aramäischen)

Kloster: Rabban Hormizd, in die Felswände gehauen

Heiligtum: Traditionell verehrtes Grab des Propheten Nahum

Charakter: Eine alte Stadt mit tief verwurzeltem Erbe


Inhalt

Wo liegt Alqosh?

Eine alte christliche Stadt

Das Kloster in den Felswänden

Das Grab Nahums

Alqosh heute

Chronologie

Häufige Fragen

Verwandte Personen, Orte und Themen

Quellen und weiterführende Literatur


Wo liegt Alqosh?

Alqosh liegt am Fuß eines Berges am Nordrand der Ninive-Ebene, im Grenzraum zwischen der Stadt Mosul im Süden und der Region Kurdistan im Norden, nahe Shekhan und nicht weit von Duhok. Die Stadt blickt über die weite Ebene, durch die die Flüsse zum alten Ninive hinabziehen, während hinter ihr die Berge steil aufragen. Hier treffen Ebene und Hochland aufeinander, ebenso wie die vielen Völker, die dieses Land seit Langem teilen.

Eine alte christliche Stadt

Alqosh gehört zu den großen alten Städten des assyrischen Christentums; ihre Wurzeln reichen viele Jahrhunderte zurück. Über Generationen war sie ein Zentrum der Kirche des Ostens und später der chaldäischen Kirche, ein Ort der Bischöfe, Priester und Gelehrten sowie eine Hochburg des Syrischen, einer Form des Aramäischen, der alten Sprache der Region. Ihre Menschen bewahrten Handschriften, Traditionen und Wissen durch lange und oft schwierige Jahrhunderte. So wurde die Stadt zur Hüterin eines Erbes, das bis in die frühesten Zeiten des Christentums im Osten zurückreicht.

Das Kloster in den Felswänden

Über der Stadt liegt das berühmte Kloster Rabban Hormizd, in den steilen Fels des Berges gehauen. Es wurde vor weit über tausend Jahren gegründet und nach dem heiligen Mann benannt, der es errichtete. In Höhlen und Felsabsätze hoch in der Wand geschnitten, war es jahrhundertelang eines der bedeutendsten Klöster der Kirche des Ostens, ein Ort der Mönche, Einsiedler und Pilger. Seine eindrucksvolle Lage am Berghang über Alqosh macht es zu einer der markantesten religiösen Stätten der gesamten Region.

Das Grab Nahums

In Alqosh steht ein Heiligtum, das seit Jahrhunderten als Grab des Propheten Nahum verehrt wird. Er gehört zu den Propheten der hebräischen Schriften und wird traditionell mit diesem Winkel des alten Landes Assyrien verbunden. Das Heiligtum war lange ein Pilgerort und wurde besonders von der jüdischen Gemeinde verehrt, die einst in der Region lebte, sowie von örtlichen Christen. Es erinnert an die vielen Religionen, jüdische, christliche und andere, die das Erbe der Ninive-Ebene gemeinsam geprägt haben.

Alqosh heute

Alqosh ist bis heute eine lebendige Stadt und stolze Hüterin ihres alten Erbes, auch wenn die weitere Ninive-Ebene in den vergangenen Jahrzehnten schwere und unruhige Zeiten durchlebt hat. Ihr Kloster, ihr Heiligtum und ihre alten Steinhäuser ziehen weiterhin Besucher und Pilger an. Die Gemeinde bemüht sich, die syrische Sprache und ihre Traditionen für die Zukunft zu bewahren. Unter ihrem Berg gelegen, bleibt Alqosh eine der tiefen Wurzeln der langen, vielschichtigen Geschichte dieser Region.


Chronologie

Antike – Alqosh entsteht im alten Land Assyrien am Rand der Ebene.

Um das 7. Jahrhundert – Das Kloster Rabban Hormizd wird in den Felswänden über der Stadt gegründet.

Im Lauf der Jahrhunderte – Alqosh blüht als Zentrum syrischer Glaubenstradition und Gelehrsamkeit.

Vergangene Jahrzehnte – Die Stadt und die Ninive-Ebene durchleben unruhige Zeiten.

Heute – Alqosh bleibt Hüterin ihres alten christlichen Erbes.


Häufige Fragen

Wo liegt Alqosh?

Alqosh liegt am Nordrand der Ninive-Ebene im Irak, am Fuß der Berge zwischen Mosul und der Region Kurdistan.


Warum ist Alqosh berühmt?

Es ist ein altes Zentrum des assyrischen Christentums, bekannt für das Kloster Rabban Hormizd in den Felswänden und für ein Heiligtum, das traditionell als Grab des Propheten Nahum verehrt wird.


Was ist das Kloster Rabban Hormizd?

Es ist ein historisches Kloster in den Felswänden über Alqosh, vor über tausend Jahren gegründet und lange eines der bedeutendsten Klöster der Kirche des Ostens.


Wer lebt in Alqosh?

Alqosh war historisch eine assyrische und chaldäische christliche Stadt und ein Kerngebiet der syrischen (aramäischen) Sprache und Glaubenstradition.


Kloster Rabban Hormizd · das Grab Nahums · das syrische Erbe der Ninive-Ebene · Mosul · Shekhan · Duhok.


Quellen und weiterführende Literatur

Alqosh – Wikipedia

Kloster Rabban Hormizd – Wikipedia

Grab Nahums – Wikipedia

Ninive-Ebene – Wikipedia