Das vorgeschlagene Haus Kayus muss von Madigs Erzählung, sasanischen Königsmonumenten und späteren Deutungen unterschieden werden.

Unsichere Chronologie
Ein Haus Kayus wird gelegentlich für 226–380 n. Chr. bei Kermanshah angesetzt. Diese Chronologie erfordert Belege für Herrscher, Nachfolge und Territorium. Die hier untersuchten Quellen behandeln verwandte sasanische Erzählungen und Monumente; sie belegen keine vollständige Herrscherfolge dieses Namens.
Madig im Karnamag
Kapitel 5 schildert Ardashirs Kampf gegen Madig, den Sanjanas Übersetzung von 1896 als König der Kurden bezeichnet. Ardashir unterliegt zunächst, erhält Hilfe von Hirten und kehrt mit einem nächtlichen Überraschungsangriff zurück. Der König und seine Familie werden nach Pars geschickt. Die Passage liefert einen Gegner und eine Konflikterzählung, keine Kayusidenliste oder Chronologie 226–380. [1]
Text und Name
Carlo Giovanni Cereti beschreibt mittelpersischen Text, späte Redaktion und älteres Material. Die in seiner Studie identifizierte unabhängige Handschrift wurde 1322 in Gujarat kopiert. Abschrift, Entstehung und erzählte Zeit sind zu unterscheiden. [2] D. T. Potts verbindet im Abstract frühe Verwendungen von Kurd mit Hirtengruppen; der jeweilige Kontext ist entscheidend. [3]
Archäologie und Relief
Moradi und Keall diskutieren den Feuertempel Gach Dawar und sasanische Machtfestigung. Sie behandeln Madigs Geschichte als weitgehend apokryph, berücksichtigen sie aber im regionalen archäologischen Problem. [4] Iranica erörtert Taq-e Bostans Relief anhand von Ardashir II., Shapur II., göttlichen Figuren und dem Römer Julian. Unterschiedliche Deutungen machen das Monument nicht zu einer identifizierten Kayusidengenealogie. [5]
Quellen und weiterführende Literatur
- Karnamag i Ardashir i Babagan, chapter 5, translated by Darab Dastur Peshotan Sanjana, 1896; Avesta Zoroastrian Archives.
- Carlo Giovanni Cereti, Kar-Namag i Ardasir i Pabagan, Encyclopaedia Iranica, 2011, updated 2013: manuscript, redaction and literary character.
- D. T. Potts, Late Antiquity, in Nomadism in Iran, Oxford University Press, 2014: published abstract on early usage of kurd.
- Yousef Moradi and Edward J. Keall, The Sasanian Fire Temple of Gach Dawar in Western Iran: New Evidence, Iran 58/1 (2020), pp. 27–40; online 2019: published passage on Ardashir and Madig.
- Encyclopaedia Iranica, Sasanian Rock Reliefs: discussion of the late-fourth-century investiture/victory scene at Taq-e Bostan.