Al-Afdal folgte Abu’l-Fida 1331 in Hama. Nach einem Jahrzehnt endete seine Herrschaft mit der Versetzung nach Damaskus und direkter mamlukischer Verwaltung.

Nachfolge nach einer früheren Wiederherstellung
Al-Afdal war der Sohn des Herrschers, Historikers und Geografen Abu’l-Fida. Sato datiert die Nachfolge 732 AH/1331 und beschreibt ein Jahrzehnt vor der Verbannung. Die Studie verzeichnet auch das Ende ayyubidischer Verwaltung 1299 und ihre Wiederherstellung 1310. [1] Geerbt wurde eine wieder eingesetzte lokale Herrscherfamilie, kein seit Saladin unverändert unabhängiges Reich. Familiengeschichte und wechselnde Ämter sind zu unterscheiden.
Königstitel unter mamlukischer Patronage
Özaydın führt Abu’l-Fidas Abstammung auf Saladins Neffen Taqi al-Din Umar zurück. Er unterscheidet Ernennung 1310, Anerkennung als Malik 1312 und Erlaubnis des Sultantitels 1320. [2] Nach Mantran nutzte auch Al-Afdal den Sultantitel. [3] Solche Titel bezeichneten eine privilegierte Stellung gegenüber dem mamlukischen Hof. Sie sind zusammen mit Ernennung und Absetzung zu lesen, ohne daraus vollständige Unabhängigkeit abzuleiten.
Vermittlung und Konflikt in einer Stadtgeschichte
Al-Sabunis Geschichte Hamas aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert lässt Al-Afdal zunächst dem Vater folgen. Sie schreibt ihm Vermittlung zwischen dem ägyptischen Sultan und dem arabischen Emir Muhanna zu. Danach erhebt sie Vorwürfe tyrannischer Regierung: einschließlich Haft Tahir ibn Qarnas’ bis zum Tod und Zerstörung von Obstbäumen. [4] Das ist eine bestimmte historische Erzählung mit moralischem Urteil. Vorwürfe bleiben der Quelle zugeordnet; erfundene Motive und sichere psychologische Porträts sind unangebracht.
Damaskus und das Ende des lokalen Königtums
Satos Anmerkung 18 verzeichnet Verbannung nach Damaskus und Tod dort 742 AH/1341. [1] Al-Sabuni nennt die Absetzung im selben Hidschrajahr, Tuquztamurs Amtsübernahme und Rückführung des Leichnams zur Bestattung beim Vater. Er betont neue Regierungstitel: Nachfolger waren Statthalter oder Stellvertreter, keine Könige. [4] Das konkrete erbliche Königtum endete; die Verwaltung der Stadt ging weiter.
Die Stadt nach der Dynastie
Mantran verortet Hama am Orontes und der Straße Aleppo–Damaskus, mit Bewässerung und Landwirtschaft als Wirtschaftsgrundlage. Er folgt mamlukischen Statthaltern und späterer Wiederherstellung von Wasserrädern und Kanälen. [3] Der Sturz eines Herrschers bedeutet kein Verschwinden von Bevölkerung und Institutionen. Abu’l-Fidas Bücher gehören ebenfalls zur Laufbahn des Vaters, nicht automatisch zu Leistungen des Sohnes. Al-Afdals Bedeutung liegt in einer bestimmbaren Nachfolge und Verwaltungsänderung.
Quellen und weiterführende Literatur
- Tsugitaka Sato, Iqtaʿ Policy of Sultan Baybars I, Orient 22(1986), pp.85–104; provincial administration pp.86–87 and note 18, p.98.
- Abdülkerim Özaydın, Ebü’l-Fidâ, TDV İslâm Ansiklopedisi 10(1994), pp.320–321; family, appointments and titles.
- Robert Mantran, Hama, TDV İslâm Ansiklopedisi 15(1997); Ayyubid and Mamluk government, urban setting and irrigation.
- Ahmad ibn Ibrahim al-Sabuni, Tarikh Hama, chapter: Hama in the Muslim Period; 732 and 742 AH entries, Hindawi public-domain edition.
- Bernard Gagnon, Noria in Hama 01, 2 April 2010; Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; author’s tilt-corrected version.