Chroniken dokumentieren Anführer, Wanderungen, Bündnisse und Verbindungen zu Saladins Familie.

Netzwerk und Konflikt
James verortet Hadhbaniyya um Erbil, Shahrazur und Mosul und verfolgt Verbindungen bis Aserbaidschan und den Kaukasus. Reichweite bedeutet nicht zwingend einen einzigen zentral regierten Staat. [1] Ibn al-Athir schildert Muhammad ibn Bilals Konflikt mit dem Mosuler Gouverneur Abdallah ibn Hamdan ab 293 AH/905–906. Verstärkungen und Verfolgung reichen ausdrücklich ins Folgejahr. Er nennt fünftausend Haushalte, Gebirgsflucht und Bewegung nach Aserbaidschan. Später gewährte der Gouverneur Sicherheit, gab Familien und Besitz zurück; Muhammad blieb schließlich in Mosul. Das sind Angaben der Chronik, keine Volkszählung. [2]
Bewegung und Bündnisse
Minorsky nennt Sommerquartiere bei Ushnu/Oshnavieh und Aktivitäten bei Salmas und Maragha. Jahreszeitliche Bewegung und städtische Verbindungen konnten zusammengehören. [3] Peacock unterscheidet frühe arabische Rawwad und spätere kurdisierte Nachkommen. Er beschreibt Vahsudans zeitweilige Zusammenarbeit mit seinem Neffen, dem Hadhbani-Anführer Abu’l-Hayja ibn Rabib al-Dawla, gegen Oghuzgruppen. Verwandtschaft schloss Rivalität nicht aus. [4]
Familie und spätere Laufbahnen
Minorsky untersucht Ibn Khallikans Zuordnung von Saladins Rawadi-Clan zu den Hadhbani sowie den Jerusalemer Gouverneur Abu’l-Hayja al-Hadhbani 1192. Damit reicht die Geschichte über ein pauschales Enddatum 1144 hinaus. [3] Mehrere Männer hießen Abu’l-Hayja; Datum und Abstammung bleiben wichtig. [1] Die Zitadellenaufnahme von 2018 bietet Ortskontext. [5]
Quellen und weiterführende Literatur
- Boris James, Le « territoire tribal des Kurdes » et l’aire iraqienne (Xe–XIIIe siècles): esquisse des recompositions spatiales, REMMM 117–118 (2007), pp. 101–126, especially 113–114 and 119; DOI 10.4000/remmm.3331.
- Ibn al-Athir, al-Kamil fi al-Tarikh, events of 293 AH continuing into 294 AH, section on Hamdanid rule in Mosul and the Kurds, vol. 6, pp. 547–548 in this Arabic edition; Islamweb transcription.
- Vladimir Minorsky, Studies in Caucasian History (1953), pp. 128–130 and 137–138 (PDF pp. 140–142 and 149–150); Hadhbani quarters, Rawadi affiliation and Ayyubid careers.
- Andrew Peacock, Rawwadids, Encyclopaedia Iranica, 2017; early and later families, Hadhbani connections and the Oghuz conflicts.
- Sarbast.T.Hameed, Panoramic Arbil Citadel, 2018, Wikimedia Commons; Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0.