Nusrat al-Din erscheint in einer umstrittenen Nachfolge Malik Hazarasps. Die Unterscheidung ähnlich benannter Herrscher klärt Daten und mongolenzeitlichen Zusammenhang.

Die Nachfolgenotiz
Spuler nennt als mögliche Folge Malik Hazarasps Söhne Imad al-Din ab 646/1248–49 und Nusrat al-Din ab 649/1251–52 vor Takla. Er lässt ausdrücklich offen, ob Takla stattdessen unmittelbar dem Vater folgte. [1] Eine fünfjährige Herrschaft 1252–1257 ist damit nicht gesichert. Belegt ist eine umstrittene Nachfolge, keine ausgearbeitete militärische Biografie.
Drei Personen unterscheiden
Nusrat al-Din ist ein wiederholter Ehrentitel. Kurtuluş nennt Malik Hazarasp Nusreddin Hezâresb und behandelt den späteren Nusrat al-Din Ahmad gesondert. [2] Der bei Spuler knapp genannte Sohn ist von beiden zu unterscheiden. [1] Patronage oder Steuerordnungen des späteren Herrschers dürfen nicht wegen des gemeinsamen Titels übertragen werden.
| Person | Stellung in den Berichten |
|---|---|
| Malik Hazarasp / Nusrat al-Din | Früherer Herrscher, Vater der umstrittenen Nachfolger |
| Nusrat al-Din ibn Hazarasp | Möglicher Zwischenherrscher vor Takla; 649/1251–52 |
| Nusrat al-Din Ahmad | Späterer Nachfolger Afrasiabs I., nicht der frühere Sohn |
Takla und der Bagdadfeldzug
Kurtuluş zufolge schieben manche Berichte Imad al-Din ein, viele nennen unmittelbar Takla. Teilnahme an Hülegüs Bagdadfeldzug, Rückzug nach Lorestan und Hinrichtung 1258 betreffen Takla. Der von den Mongolen eingesetzte Shams al-Din Alp Arghun war dessen Bruder, nicht Neffe. [2] Amitai datiert Hülegüs Ankunft in Transoxanien auf 1255, den Ismailitenfeldzug auf 1256 und Bagdads Eroberung auf 1258. [3] Das belegt keine persönlichen Verteidigungserfolge oder diplomatischen Leistungen Nusrat al-Dins.
Idhaj, heute Izeh
Ehsani verortet Izeh im nordöstlichen Khuzestan östlich des Karun zwischen Tiefland und Zagros. Die Hauptstadt hieß auch Idhaj und Malamir. Er beschreibt die Gründung durch einen kurdischen Clan aus Syrien und die Bedeutung des Gebirgsdurchgangs für lokale Herrschaft. Die Atabegs verbesserten eine gepflasterte Karawanenstraße, die Atabeg- oder Königsstraße. [4] Das betrifft Region und Dynastie; Nusrat al-Din wird nicht als ihr Erbauer identifiziert.
Grenzen der persönlichen Überlieferung
Spuler betont widersprüchliche Chronologie und wenige Angaben zu inneren Entwicklungen. [1] Die Quellen dokumentieren weder Kindheit noch benannte Kulturaufträge, Reiterorganisation oder Verwaltungsreformen. Dynastisches Überleben macht solche Leistungen nicht zu persönlichen Erfolgen. Unsicherheit muss neben den Daten sichtbar bleiben.
Quellen und weiterführende Literatur
- Bertold Spuler, Atābakān-e Lorestān, Encyclopaedia Iranica II/8 (1987), pp. 896–898; disputed succession and source limits.
- Rıza Kurtuluş, Lur-ı Büzürg, TDV İslâm Ansiklopedisi 27 (2003), pp. 225–226; names, succession and Takla.
- Reuven Amitai, Il-Khanids i. Dynastic History, Encyclopaedia Iranica XII/6 (2004); early Mongol chronology.
- Kaveh Ehsani, Iḏeh, Encyclopaedia Iranica (2008); capital geography, dynastic origins and caravan road.
- Farzad Mehdipoor, Izeh Panorama, 22 May 2011; CC BY 3.0, Panoramio image reviewed on Wikimedia Commons.