Al-Akhlati gehört zur Mathematikgeschichte des 13. Jahrhunderts und zur Sternwarte Maragha. Forschung zum Personal und eine Ausgabe von Nur al-Dalala liefern konkrete Belege.

Name und Daten
Die Verlagsmitteilung von 2016 nennt Fakhr al-Din Abd al-Aziz ibn Abd al-Jabbar al-Khilati und 1197–1282. [1] Das sind Verlagsdaten, keine neu gesicherte kritische Chronologie. Er erscheint unter Maraghas wissenschaftlichem Personal. [2] Tätigkeit um 1260 ist weder Todesdatum 1260 noch Beweis eines Todes durch die Mongolen.
Ein Team aus mehreren Städten
Roughan datiert die Gründung unter Hülegü auf 1259 und untersucht al-Tusis Bericht. Im Vorwort des Zij-i Ilkhani stehen al-Urdi, al-Khilati, al-Maraghi und Najm al-Din Dabiran; al-Khilati wird mit Tiflis verbunden. [2] Beruflicher Aufenthaltsort und geografische Nisba können verschiedene Lebensphasen bezeichnen.
Beobachtung und Bildung
Roughan verbindet Beobachtung mit Unterricht und Textzirkulation. Lehrer, Studierende, Bibliothekare, Schreiber und weitere Gelehrte gehörten zum Umfeld. Bar Hebraeus berichtet von Studien in einer Bibliothek mit syrischen, arabischen und persischen Büchern. [2] Das macht nicht jede Entdeckung zu al-Akhlatis Leistung oder jeden Besucher zu seinem Schüler.
Wozu die Tabellen dienten
Unat nennt al-Akhlati unter den Beteiligten. Die vier Teile des Zij-i Ilkhani behandeln Kalender, Planetenpositionen und geografische Koordinaten, Gebetszeiten nach Sonnenauf- und -untergang sowie weitere astronomische Fragen. Hinzu kommen trigonometrische und Sterntabellen. [3] Das zeigt Messung und Rechnung; Teamzugehörigkeit bedeutet keine Alleinautorschaft.
Nur al-Dalala
Das Zentrum kündigte 2016 eine von Roshdi Rashed bearbeitete Ausgabe zur arithmetischen Algebra des 13. Jahrhunderts an. Sie wird als Lehrwerk mit algebraischen und zahlentheoretischen Ergebnissen beschrieben. [1] Die Mitteilung belegt Werk und Ausgabe, ersetzt aber keine Lektüre jedes Lehrsatzes. Ein vollständiger Verlust aller Schriften lässt sich damit nicht behaupten.
Ahlat und das Foto
Sümer verortet Ahlat am nordwestlichen Vanseeufer und beschreibt es seit dem frühen 12. Jahrhundert als Hauptstadt der Ahlatshahs. [4] Es ist nicht mit Gandscha und Ani zu verwechseln. Die Nisba beweist allein keine ethnische Zugehörigkeit. Das Bild zeigt Maraghas moderne Hülle, keine mittelalterliche Originalanlage. [5]
Quellen und weiterführende Literatur
- Hassan Bin Mohammed Center for Historical Studies, announcement of the Nur al-Dalala edition edited by Roshdi Rashed, July 2016; author name, publisher’s dates and subject.
- Christine Roughan, Out of Maragha: Observations, Teachings, and Translations, Mediterranea 7 (2022), pp. 347–375; introduction and historical background, especially p. 349, note 2.
- Yavuz Unat, Zîc-i İlhânî, TDV İslâm Ansiklopedisi 44 (2013), p. 399; personnel, structure and tables.
- Faruk Sümer, Ahlat, TDV İslâm Ansiklopedisi (1989), geographical introduction and Ahlatshah period.
- Nassim Hosseini, Maragheh Observatory 01, 1 April 2011, Wikimedia Commons; photograph, CC BY-SA 4.0.